Fortbildung zum CCS-Therapeut

Therapeut für craniocervicale Syndrome

Klinische Bilder wie Gesichts- und Kopfschmerzen, Kiefergelenks-Beschwerden, Bewegungseinschränkungen, Schwindel oder Tinnitus fordern uns Therapeuten in der täglichen Praxis heraus. Patienten mit diesen Beschwerden in der craniocervicalen Region verlangen immer mehr nach einem zertifizierten CCS-Therapeuten. Es freut uns sehr, dass sich unser evidenzbasiertes Konzept zur Lehre und Therapie craniocervicaler Syndrome bewährt.

In der Fortbildungsreihe erwerben Sie die Kompetenz, komplexe Funktionsstörungen in der craniocervicalen Region wie Kiefer- und HWS-Beschwerden, Kopfschmerz, Schwindel etc. umfassend zu untersuchen und zu behandeln. Vorkenntnisse in der Manuellen Therapie an der HWS sind empfehlenswert. Sie qualifizieren sich in 160 Unterrichtseinheiten zum CCS-Therapeut mit einer Zertifizierung durch den Deutschen Verband für Physiotherapie (ZVK) e. V. (Zertifikat zum Vestibulartherapeut inklusive). Danach besteht die Möglichkeit, sich in einer Therapeutenliste auf https://www.kopftherapeuten.de eintragen zu lassen.

 

Stetige Weiterentwicklung der CCS-Inhalte

Wegen der fortschreitenden Erkenntnisse in der therapeutischen Praxis, der Wissenschaft und der Lehre führen wir regelmäßig Anpassungen der Fortbildung durch. Dabei verfolgen wir einen Grundsatz, nämlich die Anzahl der Unterrichtseinheiten beizubehalten und den finanziellen Aufwand sinnvoll zu begrenzen.

Gemäß CCS-Konzept absolvieren die Teilnehmenden 160 Unterrichtseinheiten (UE), die sich nach den aktuellen Richtlinien ab 2023 in sechs Kurs-Module (insg. 136 UE) und ein Modul Prüfungsvorbereitung/Online-Prüfung (24 UE) unterteilen. Die Anmeldung zur Online-Prüfung zum Zertifikat CCS-Therapeut ist an die Erfüllung von Prüfungsvoraussetzungen geknüpft. Die Teilnehmenden erbringen erstens alle Nachweise zu den vorgegebenen Kurs-Modulen und zweitens einen Nachweis über eine Fortbildung in der Manuellen Therapie an der oberen Halswirbelsäule (OW III Kurs, W3 Kurs) oder über eine mindestens gleichwertige Fortbildung oder Qualifikation. Ausbildungsinhalte während der Berufsausbildung zur Halswirbelsäule werden nicht anerkannt. Das Wahlmodul "Funktionsuntersuchung Nackenschmerz - Basic Course“ erfüllt die Mindestanforderungen als Nachweis einer Fortbildung zur oberen Halswirbelsäule für die Anmeldung zur CCS-Zertifikatsprüfung.

 

>> Infopaket mit allen Kursen zum Herunterladen (pdf)

>> Informationen zum Ablauf der CCS-Zertifikatsprüfung (pdf)

 

Module

Folgende Module können einzeln oder als Block gebucht werden. Ausführliche Modulbeschreibungen, Lernziele, Inhalte, Termine, Preise und Referenten finden sich durch Klicken auf die entsprechende Überschrift.

  • Symptomkomplex Kopfschmerz-Schwindel - Basic Course  ...
  • Craniomandibuläre Dysfunktion - Basic Course  ...
  • Craniale Strukturen untersuchen und behandeln - Basic Course  ...
  • Symptomkomplex Kopfschmerz-Schwindel - Expert Course  ...
  • Craniomandibuläre Dysfunktion - Expert Course ...
  • Kommunikation - das fehlende Puzzleteil in der Therapie ...

 

Wahlmodul

Unabhängig oder ergänzend kann folgendes Modul gebucht werden: 

  • Funktionsuntersuchung Nackenschmerz ...

 

Prüfung

Die Abschlussprüfung nach den sechs Modulen ist freiwillig. Bei Bestehen führt sie zum Zertifikat CCS-Therapeut (Therapeut für craniocervicale Syndrome) des Deutschen Verbands für Physiotherapie (ZVK) e.V.

  • CCS-Zertifikatsprüfung  ...
  • Informationen zum Ablauf der Prüfung (PDF) ...

Symptomkomplex Kopfschmerz-Schwindel I - SKS I

Inkl. Grundlagen Vestibuläre Rehabilitation (CCS-Modul)


Dieser Kurs erklärt Kopfschmerzarten und Schwindelformen sowie deren Entstehungsmechanismen und zeigt das Clinical Reasoning & effektive Untersuchungen und evidenzbasierte Behandlungen. Inhalte umfassen u.a. manuelle Techniken an Gelenken, myofaszialen Strukturen und Nerven, aktive Therapieformen, Schmerzmanagement, zu beachtende Red Flags und Grundlagen der Vestibulären Rehabilitation. Fallbeispiele von Schwindel- und Kopfschmerzpatienten veranschaulichen die Kursinhalte. Vorkenntnisse in Manueller Therapie an der Halswirbelsäule werden empfohlen. Nach diesem Kurs sind Sie in der Lage, die häufigen Beschwerdebilder mit Kopfschmerz und Schwindel adäquat zu untersuchen, bewerten und behandeln.

Craniomandibuläre Dysfunktion I - CMD I (2022)

Craniomandibuläre Dysfunktion I - CMD I (2023)

 

Modul der CCS-Fortbildung


Der Kurs beinhaltet die physiotherapeutische Untersuchung und Behandlung des Kiefergelenks als mobiles Zentrum zwischen Kopf- und Gesichtsschädel. Wesentliche Bestandteile des Kurses sind Clinical Reasoning, Funktionsuntersuchungen, Behandlung für Muskulatur und Gelenke von Kauorgan und Kopf, Eigenübungsprogramme für Patienten, aussagefähige Dokumentation und Kommunikation mit Zahnmediziner und Patient. Die Arbeit mit Fallbeispielen verdeutlicht unterschiedliche therapeutische Vorgehensweisen. So können Sie nach dem Kurs Ihre Patienten mit craniomandibulären Befunden konsequent und systematisch physiotherapeutisch behandeln und dabei produktiv fachübergreifend kooperieren.

Craniale Strukturen untersuchen und behandeln

Modul der CCS-Fortbildung


Der Kurs vermittelt - in Abstimmung mit den anderen Modulen zum CCS-Therapeut - die funktionelle Anatomie sowie ausgewählte Techniken zur Untersuchung und Behandlung des Craniums und der cranialen Nerven (Hirnnerven). Im ersten praktischen Teil des Kurses übt der Teilnehmer passive Zusatzbewegungen am Cranium. Der zweite Praxis-Schwerpunkt liegt in der Testung und Therapie der cranialen Nerven. Es werden Zusammenhänge von Nervengewebe und mechanischen Berührungspunkten und deren Auswirkungen erläutert. In einem ausgewogenen Verhältnis aus theoretischen und praktischen Anteilen (50:50) wird den Teilnehmern vermittelt, welche therapeutischen Möglichkeiten bestehen, diverse Symptome von Schluckstörungen bis hin zu okulomotorischen Beschwerden zu untersuchen und zu behandeln.

Symptomkomplex Kopfschmerz-Schwindel II - SKS II

Inkl. Zertifikat Vestibulartherapeut (CCS-Modul)


Der SKS II Kurs wiederholt, erweitert und vertieft die Kenntnisse und Therapiemöglichkeiten aus dem Kurs SKS I. Die Themenbereiche umfassen Mechanismen und Faktoren, die mit der Entstehung von Schwindel oder Kopfschmerz verbunden sind, anhaltende zentralisierte Phänomene, multimodale Behandlungsansätze mit Hands-on und Hands-off Therapien, Vestibuläre Migräne, Kindlicher Kopfschmerz, craniales Nervensystem sowie Einflüsse durch das vegetative Nervensystem. Außerdem werden Faktoren aus der BWS-, Schulter- und Schultergürtelregion theoretisch wie auch praktisch erläutert und erkundet. Darüber hinaus veranschaulichen Patienten-Demonstrationen das Erlernte.
Teilnehmer enthalten das Zertifikat "Vestibulartherapeut" durch den Deutschen Verband für Physiotherapie (ZVK) e.V.

Craniomandibuläre Dysfunktion II - CMD II (2022)

Craniomandibuläre Dysfunktion II - CMD II (2024)

 

Modul der CCS-Fortbildung


Dieser Kurs wiederholt, erweitert und vertieft die Kenntnisse aus dem Kurs CMD I. Inhalte umfassen u.a. die aktuelle Klassifikation der craniomandibulären Dysfunktionen, praxistaugliche Befunddokumentation, Clinical Reasoning, Beurteilung des eigenen Befundes bzw. Patientenvideo, physiotherapeutische Einflussmöglichkeiten bei Tinnitus, orofaciale Dysfunktionen, Einordnung der Physiotherapie ins Behandlungskonzept bei CMD, CMD und Körperhaltung, Schienen, Wiederholung der praktischen Techniken mit intensiver Korrektur für die sichere und korrekte Anwendung.

Kommunikation – das fehlende Puzzleteil in der Therapie

Modul der CCS-Fortbildung


Der Kurs richtet sich an Physiotherapeut/innen sowie an alle anderen Interessierten, die sich den Herausforderungen in der Kommunikation mit Patienten, Kollegen, Angehörigen und Ärzten stellen wollen. Effektive Kommunikation mit dem Patienten bildet die Grundlage für den Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung zum Therapeuten und trägt damit maßgeblich zum Behandlungserfolg bei. In dem zweitägigen Kurs erfahren Sie, wie Kommunikation den Behandlungsprozess unterstützt und werden in die Lage versetzt, unterschiedliche Kommunikations- und Fragetechniken in der Interaktion mit dem Patienten einzusetzen.

Osteopathische Techniken bei craniocervicalen Syndromen

Weiterführendes CCS-Modul, auch unabhängig buchbar


Der Kurs richtet sich an Physiotherapeut/innen, während oder nach der Fortbildung zum CCS-Therapeut sowie an alle anderen Interessierten mit Vorkenntnissen in der craniocervicalen Region. Die beiden Hauptthemen des zweieinhalb-tägigen Kurs sind craniosacrale und myofasciale Theorie und Techniken bei craniocervicalen Syndromen. Vermittelt werden anatomische Grundlagen, die Grundprinzipien der faszialen Kontinuität mit Technikprinzipien, Indikationen und Kontraindikationen. Behandlungsschwerpunkte sind Schädelbasis, Neurocranium, Sakrum und Zwerchfell, MFR Techniken direkt, indirekt, kombiniert in verschiedenen Körperregionen, insbesondere die Behandlung der Diaphragmen. Die Aufteilung theoretischer zur praktischen Inhalte wird ca. 50:50 sein.

Funktionsuntersuchung Nackenschmerz - Basic Course 

Wahlmodul in der CCS-Fortbildung


Der Kurs eignet sich sowohl für Therapeuten in den ersten Berufsjahren, die sich weiterführend mit der Halswirbelsäule auseinandersetzen, jedoch noch keine Manuelle Therapie Fortbildung abgeschlossen haben, als auch für erfahrene Therapeuten, die bisher weniger Übung auf dem Gebiet der Halswirbelsäule sammeln konnten und Techniken wiederholen oder vertiefen wollen. Das übergeordnete Ziel des Kurses ist die Untersuchung von Muskel-, Nerven- und Gelenkfunktionen der Halswirbelsäule mit einem Focus auf die Region der Kopfgelenke. Der Kurs vermittelt zudem Erkrankungen, die den Untersuchenden in der physiotherapeutischen Praxis begegnen und setzt sie in einen aktuellen evidenzbasierten Kontext. Dieser vorwiegend praktisch orientierte Kurs konzentriert sich auf die Durchführung von Techniken an muskulären, nervalen und arthrogenen Strukturen.

CCS-Zertifikatsprüfung


Nach Absolvierung aller notwendigen Module aus der CCS-Fortbildung haben Sie sich als Physiotherapeut auf dem Gebiet craniocervicaler Beschwerdebilder spezialisiert. Ergreifen Sie die Gelegenheit und lassen Sie Ihre erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten durch den Deutschen Verband für Physiotherapie (ZVK) e. V. zertifizieren.

Die Vorbereitung und die schriftliche Prüfung zum Zertifikat CCS-Therapeut (Therapeut für craniocervicale Syndrome) erfolgen kostengünstig und technisch einfach auf dem Online-Serviceportal der Physio-Akademie. Zum Ablegen der Prüfung werden lediglich ein PC mit Internetzugang und eine gültige E-Mail-Adresse benötigt. Die Prüfung selbst besteht aus 18-24 Multiple-Choice-Fragen zu den Themen der CCS-Fortbildung, zu beantworten innerhalb 1 Stunde. Bei Nicht-Bestehen kann die Prüfung noch zweimal wiederholt werden.

Die Vorbereitung erfolgt im Eigenstudium. 20 Unterrichtseinheiten werden hierzu aufs Zertifikat angerechnet. Prüfungsrelevant sind die Inhalte der Module SKS I, CMD I und Craniale Techniken (vor 2020: Grundmodule SKS I, CMD I und CSO I). Im Serviceportal der Physio-Akademie finden sich weitere detaillierte Informationen zum Examensablauf und eine Probeprüfung mit 10 Fragen zum Üben.

Mit Bestehen der Prüfung qualifizieren Sie sich zum CCS-Therapeut mit einer Zertifizierung durch den Deutschen Verband für Physiotherapie (ZVK) e. V. Danach nehmen wir Sie auf Antrag in die CCS-Therapeutenliste auf: https://www.kopftherapeuten.de/therapeuten/therapeutenliste.